A. Neidel, E. Cagliyan, B. Fischer, T. Gädicke, M. Giller, S. Riesenbeck, T. Ullrich, and S. Wallich

Über des Schadenskundlers schärfstes Werkzeug – spannende Fraktographie metallischer Bauteile

The Failure Analysts' Mightiest Tool – Thrilling Fractography of Metallic Components

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In diesem Beitrag werden einige Aspekte der Fraktographie besprochen, wohl die mächtigsten Analysetools des Schadenskundlers bei metallurgischen Schadensfällen. Die Charakterisierung der Bruchflächen ist unabdingbar, um Bauteilversagen auf den Grund zu gehen. Wenn Maschinenbauteile oder gesamte Anlagen aufgrund von Brüchen einzelner Teile versagen, liefert die Bruchoberfläche dem Schadenskundler die Daten zur Historie des gebrochenen Teils und hoffentlich auch Informationen zur genauen Fehlerart, die schließlich zum Bruch geführt hat. Dies macht die Fraktographie – die Kunst, Bruchoberflächen zu lesen – so wertvoll. Dies gilt für alle Materialklassen, d. h. Metalle, Keramik und Polymerwerkstoffe usw. Dieser Beitrag bezieht sich jedoch nur auf das Versagen von metallischen Komponenten. Gibt es bei einem fehlerhaften Teil keine Bruchfläche, wird durch das Aufbrechen von Rissen oder anderen Fehlern eine solche produziert. Ist dies erreicht, öffnet der Schadenskundler sein oder ihr Toolset an makro- und mikrofraktographischen Analysegeräten. Es ist nicht übertrieben zu sagen, dass die Rasterelektronenmikroskopie (REM) ab den frühen 1960er Jahren die Kunst der Mikrofraktographie revolutioniert hat. In diesem Beitrag werden einige Beispiele hierfür gegeben.

Bibliographie
A. Neidel, E. Cagliyan, B. Fischer, T. Gädicke, M. Giller, S. Riesenbeck, T. Ullrich, and S. Wallich (2020). The Failure Analysts' Mightiest Tool – Thrilling Fractography of Metallic Components. Practical Metallography: Vol. 57, No. 1, pp. 48-59
© Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG
ISSN 0032-678X