S. Strobl und R. Haubner

Porosität in medizinischen Bohrern hervorgerufen durch gebrochene Karbide – eine Nachschau

Porosity in Medical Drills Caused by Fractured Carbides – A Review

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Wie bereits vor 10 Jahren wurden bei Untersuchung an Bohrern aus der Humanmedizin Risse im Gefüge beobachtet, die auf gebrochene Karbide zurückgeführt werden können. Bei diesen Stählen handelt es sich um korrosionsbeständige Chromstähle mit Sonderkarbiden der Zusammensetzung (Cr,Fe)23C6 und (Cr,Fe)7C3 (z. B. Wkst.Nr. 1.4125 oder 1.4112). Die Risse treten bei der Formgebung der Bohrer in den gröberen Karbiden auf. Als problematisch wurde angesehen, dass bei mehrfacher Nutzung der Bohrer Verunreinigungen in Rissen bei der Reinigung nicht vollständig entfernt werden können. Bei den diesmal untersuchten Bohrern enthielt auch einer davon MnS Einschlüsse, was einem „Rost- und säurebeständiger Stahl / Automatenstahl“ entspricht (z. B. Wkst.Nr. 1.4005).

Bibliographie
Strobl, S. and Haubner, R.. "Porosity in Medical Drills Caused by Fractured Carbides – A Review" Practical Metallography, vol. 58, no. 9, 2021, pp. 594-603. https://doi.org/10.1515/pm-2021-0049
© 2021 Walter de Gruyter GmbH, Berlin/Boston