A. Neidel, E. Cagliyan, T. Gädicke, V. Hartanto, S. Riesenbeck

Niederzyklische Schwingbrüche in Spiralzugfedern von Mittelspannungsschaltern

LCF Fracture in Helical Tension Springs of Medium Voltage Switches

74 Views | 0 Notes

Bei Spiralzugfedern, die in Schalterantrieben von Mittelspannungsschaltern eingesetzt werden, kam es bei Tests am Prüfstand zum frühzeitigen Versagen. Die Schalterantriebe als Baugruppe erreichten vor ihrem Versagen nicht die geforderte Anzahl von Zyklen. Grund für das Versagen der Federn waren niederzyklische Schwingbrüche. Die Federn waren zum Schutz vor Korrosion phosphatiert, jedoch nicht kugelgestrahlt worden. Das Federmaterial ist ein gängiger patentierter Federstahl. Die chemische Zusammensetzung, die mechanischen Eigenschaften sowie die Mikrostruktur der gebrochenen Federn sowie einer intakten Vergleichsfeder waren gleichermaßen unauffällig. Die betreffenden Federn wurden an drei verschiedenen Standorten montiert und am gleichen Ort in Prüfständen getestet. Zum Bauteilversagen kam es jedoch nur in zwei dieser Standorte, nicht am dritten. Es wird davon ausgegangen, dass der Hauptgrund für das Bauteilversagen in einem montagebedingten Fluchtungsfehler liegt.

Bibliographie
LCF Fracture in Helical Tension Springs of Medium Voltage Switches
A. Neidel, E. Cagliyan, T. Gädicke, V. Hartanto, and S. Riesenbeck
Practical Metallography 2020 57:11, 809-815
© Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG
ISSN 0032-678X