G. Weilnhammer

Metallographische Kontrastierung von Schweißverbindungen an Duplexstahl

Metallographic Contrasting of Weld Joints on Duplex Stainless Steel

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Bei einem Duplexstahl, z. B. 1.4462 (X2CrNiMoN22 – 5 – 3), besteht das Gefüge zur Hälfte aus Austenit und zur Hälfte aus δ-Ferrit.

Die Kunst für den Metallographen besteht darin, das Mengenverhältnis Austenit / δ-Ferrit auch im Schweißgut und in der wärmebeeinflussten Zone sicher zu ermitteln und mögliche schädliche Ausscheidungen intermetallischer Phasen sicher nachzuweisen.

Das ist umso schwieriger, als beide – Austenit und δ-Ferrit – mit den üblichen Ätzmitteln unter dem Mikroskop hell erscheinen und im Schweißgut auch nicht die normalerweise für ein austenitisches Gefüge im gewalzten Zustand typischen Zwillinge auftreten.

Es sollen daher Präparationsmethoden gezeigt werden, mit denen die Gefügebestandteile Austenit und δ-Ferrit eindeutig voneinander unterschieden werden können, um auch die Mengenverhältnisse sicher zu ermitteln.

Bibliographie
G. Weilnhammer (2019). Metallographic Contrasting of Weld Joints on Duplex Stainless Steel. Practical Metallography: Vol. 56, No. 7, pp. 443-448.
© Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG
ISSN 0032-678X