R. Esterl, M. Sonnleitner, M. Stadler, G. Wölger, R. Schnitzer

Mikrostrukturelle Charakterisierung von ultrahochfesten martensitischen Stählen

Microstructural Characterization of Ultra-High Strength Martensitic Steels

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Bei der Entwicklung von Stählen mit zunehmender Festigkeit und Zähigkeit erlangen ultrahochfeste Stahlsorten mit martensitischer Mikrostruktur immer größere Bedeutung. Festigkeitsspezifische Eigenschaften, die sich hauptsächlich auf das vormalige Austenitkorn beziehen, sind jedoch vom vorliegenden martensitischen Umwandlungsprodukt nicht unmittelbar zu entnehmen. Eine fundierte Analyse der vorherigen austenitischen Mikrostruktur, ihrer Größenverteilung und ihres Seitenverhältnisses ist grundlegend, um Schlussfolgerungen bezüglich der mechanischen Eigenschaften zu ziehen. Diese Arbeit stellt ein Ätzmittel vor, welches die ursprünglichen Austenitkörner von thermomechanisch behandelten und pressgehärteten martensitischen Stählen sichtbar macht. Weiterhin werden Nachweisverfahren, wie Elektronenrückstreubeugung (EBSD) und Hochtemperatur-Laser-Scanning-Mikroskopie, bewertet. Es stellte sich heraus, dass ein Pikrinsäure-Ätzmittel zusammen mit einer vorherigen Anlassbehandlung des Stahls das Sichtbarmachen der ursprünglichen Austenitkörner bis zu Größenordnungen weniger Mikrometer, und deren Streckung ermöglicht.

Bibliographie
R. Esterl, M. Sonnleitner, M. Stadler, G. Wölger, and R. Schnitzer (2018). Microstructural Characterization of Ultra-High Strength Martensitic Steels. Practical Metallography: Vol. 55, No. 4, pp. 203-222.
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ISSN 0032-678X